Mitteilungen aus der Gemeinde Februar 2021

Zum Monatsspruch Februar 2021: Freuet euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! Lukas 10,20

Viel haben wir nicht, über das wir uns freuen können. Oft stöhnen oder jammern, klagen oder weinen wir. Und das nicht nur zu Zeiten einer Pandemie, sondern eigentlich gehört es zu unserer „deutschen Natur“. Wobei es nicht verkehrt ist, kritisch zu sein und sich und die Welt zu hinterfragen.

Doch wir brauchen auch etwas, worüber wir uns freuen können, einen Ausblick, ein Ziel und wir brauchen einen Grund von der aus wir entscheiden und urteilen. 

Für uns Christen hat Jesus Christus diesen Grund gelegt. In seiner Nachfolge (als seine Follower) handeln wir, gestalten unser Leben.

Dabei geraten wir natürlich auch an Grenzen. Die einen liegen außerhalb unserer Möglichkeiten, z.B.: Gesetze und Strukturen, die für alle gelten. Andere liegen in uns, z.B. die Angst, sich zu bekennen, die Trägheit, sich zu engagieren. 

Lukas erzählt davon, wie Jesus 72 Jünger aussandte, sie sollten das Reich Gottes in die Welt tragen durch Worte und Taten. Als sie nun zurückkamen, berichteten sie ihm voller Freude von vielen Erfolgen, von wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen.

Es scheint, als wollte Jesus die Freude dämpfen, wenn er sagt: "Freut euch nicht darüber, dass Euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind."

Doch Jesus will ihnen nicht die Freude nehmen, ihren Erfolg schmälern, er will sie eher darauf vorbereiten, dass es auch zu Misserfolgen kommen wird, zu Verfolgungen und dass es letztlich nicht zählt, was sie erreicht haben, sondern, dass sie es versucht haben.

Entscheidend ist nämlich, dass ihre Namen im Himmel verzeichnet sind, dass sie im Einklang mit Gottes Willen ihr Leben geführt haben.

Dabei darf und kann es auch zu Fehlschlägen kommen, doch Gott hat unsere Namen aufgeschrieben, vergißt, verlässt uns nicht. Darum dürfen, sollen wir uns freuen. Wir haben einen Auftrag und ein Ziel.

 

Nachrichten aus der Gemeinde (337)

Weiterhin finden noch keine Gruppen und Veranstaltungen in der Kirche und im Gemeindehaus statt. Das Büro ist besetzt, aber zum Einlass klingeln Sie bitte an der Tür oder sprechen vorher einen Termin ab. Wir hoffen, dass es im März Veränderungen geben wird.

 

„Spielraum! - Sieben Wochen ohne Blockade”

Gemeinschaften brauchen Regeln. Doch zu den Regeln gehört auch Spielraum. Und dessen Auslotung ist eine Kunst.

Dass es auf Erden keine absolute Wahrheit gibt, kann man in Demo-kratien vielfach erkennen. Parla-mente oder Gerichte beraten in schwierigsten Fällen darüber, wie eine Ordnung auszulegen ist. Eine totale Blockade jeglichen Wider-spruchs lässt sich mit der Botschaft der Liebe Jesu Christi nicht verein-baren, wie auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Korinther schreibt. 

Liebe und Gnade eröffnen keine grenzenlosen Wüsten, sondern machen Regeln im Alltag anwend-bar. Großzügigkeit heißt nicht: „Es ist mir egal, wie du darüber denkst. Hier gilt nur, was ich für richtig halte!“  Sondern: „Lass uns mal darüber reden, wie wir das hin- kriegen, obwohl wir verschiedener Meinung sind.“

Wenn Menschen in Seniorenheimen nicht besucht werden dürfen, er-weist sich das als äußerst harte Begrenzung. Deren Sinn, Bewohner und Pflegekräfte zu schützen, ist jedoch keine absolute Blockade. So nutzen Heimleitungen ihren Spiel-raum, öffnen Türen für Freunde von Sterbenskranken, auch wenn sie nicht zur engsten Verwandtschaft zählen.

Am Sonntag, den 21. Februar wird die Fastenaktion um 9.00 Uhr in der Johannesgemeinde in Eltville-Erbach eröffnet und als ZDF-Fernsehgottesdienst gesendet.

Um unseren persönlichen Umgang mit Regeln im Sinne des Fastenmottos 2021 „Spielraum – Sieben Wochen ohne Blockaden“ zu erkunden, lade ich Interessierte zu einer digitalen Gesprächsgruppe ein. Sie wird vom 18.02 bis Ostern jeden Donnerstag von 17-18.30 Uhr über Zoom stattfinden.

Wer daran teilnehmen möchte, schickt seine E-Mailadresse ans Büro oder Pfarramt und erhält dann den Link zur Teilnahme. Sie können jede Woche oder nur an einigen Treffen teilnehmen.

Scheuen Sie sich nicht, es ist leichter als es sich anhört und wir erklären es gern auch telefonisch.

 

Weltgebetstag „Worauf bauen wir?“

Die Liturgie für diesen Tag (05.03.) haben Frauen aus Vanuatu, einem Inselstaat im pazifischen Ozean  vorbereitet. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring bei Australien und ist durch diese Lage besonders von Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis gefährdet. Durch den Klimawandel bedroht zudem der Anstieg des Meeresspiegels die Inseln.

Das Motto „Worauf bauen wir?“ lädt zur Reflexion ein und wir werden ermutigt, nicht aufzugeben, sondern mit Tatkraft, Respekt und Einfallsreichtum weiterzugehen.

Wie wir dieses Jahr feiern und beten, stellt sich Ende Februar heraus.

Aktuelle Veranstaltungen