Mitteilungen aus der Gemeinde September 2020

Im März wurde unser Leben aus der Bahn geworfen. Zuerst schien es nur für eine kurze Zeit zu sein: Aufräumen, Putzen, Besinnen und entspannen, doch dann setzte leichte Panik ein: Hamsterkäufe, Langeweile, Einsamkeit.

All das im sonnigen Frühling, im warmen Sommer: ein Bonbon, ein Trost in der Krise.

Doch nun kommt der Herbst mit Nässe und Kälte, sehnen wir uns nach Normalität, nach Geselligkeit und neuen Strukturen.

Die Welt, wie wir sie kennen, ist aus den Fugen geraten. Bisher waren alle Katastrophen weit genug von uns entfernt, spürten wir nur ihre Ausläufer: In den Nachrichten und Bildern, die uns aus Afrika und Asien erreichten, durch die Geflüchteten, die hier Schutz und Hilfe suchten.

Jetzt spüren wir, wie klein die Welt ist, wie sehr wir vernetzt und  voneinander abhängig sind.

Und es stellt sich die Frage:

-      Warum wendet sich die Natur gegen uns?

-      Warum, Gott, lässt du das zu?

Doch wenn wir ehrlich sind, ist es nicht die Natur oder Mutter Erde, die sich wehrt, sondern sind es die Folgen, von schonungslosem und oft gedankenlosem Handeln, angetrieben vom Gedanken an Fortschritt und Wachstum.

Das ist nicht neu, das war auch früher schon so. Die Menschen sahen sich nicht als Geschöpfe, sondern als Herrscher, als Schöpfer. Sie ignorierten ihre Grenzen und ihre Verantwortung.

Da machte Gott ihnen ein neues Angebot und das gilt auch noch heute.

Wir können alle in Frieden und mit Würde leben, wenn wir unsere Grenzen akzeptieren, wenn wir bereit sind, nachzudenken und danach auch zu leben. Das „Immer mehr und immer weiter“  gibt es nicht für alle,( höchstens, wie jetzt, für wenige), aber es gibt „Ein Genug und Würde für alle.“   Davon spricht Paulus:

Gott reicht uns nicht nur seine Hand, er gibt sich selbst, trägt unsere Last und ermutigt: Traut euch. Versöhnt euch mit mir und steht zu euren Grenzen. Übernehmt die Verantwortung für euch und eure Nächsten. Ich habe die Voraussetzung dafür geschaffen. 

 

Veranstaltungen & Gruppen

Bis Ende September finden keine Veranstaltungen und Gruppen im Gemeindehaus statt.

Ausgenommen ist der Konfirmanden-Unterricht. Die Konfirmand*innen treffen sich am 19.09. um 9.00 Uhr

unter Einhaltung der üblichen Vorschriften. Also MNB (Mund-Nasen-Bedeckung) nicht vergessen!

 

Konfirmation

 Die Konfirmand*innen dieses Jahres werden in zwei Gottesdiensten eingesegnet. Aufgrund der gegenwärtigen Situation bitten wir die übrigen Gemeindeglieder an diesen Tagen einen anderen Gottesdienst zu besuchen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und der Platz den Familien vorbehalten bleibt. Nichtsdestotrotz wird es ein besonderer und festlicher Gottesdienst sein.

Konfirmationsunterricht - Neue Gruppe

Am Samstag, dem 05.09. um 9:00 Uhr beginnen wir mit dem neuen Konfirmandenkurs „Reise durch die Welt des Glaubens“ und begrüßen die neuen Konfirmand*innen.

Etliche haben sich auch schon an-gemeldet, manche haben es vielleicht über den Trubel der Sommerferien vergessen. Sie können aber am Samstag (mit möglichst einem Elternteil wegen der allgemeinen Infos bis 10 Uhr) dazukommen.

Angesprochen sind alle Teens der Jahrgänge 2007 und 2008, unabhängig davon, ob sie schon getauft sind. Bei Fragen im Vorfeld oder sollten Sie verhindert sein, rufen Sie Pfarrerin Niehaus (9 23 82 20) an, ansonsten kommen Sie am Samstag einfach dazu. Das Treffen endet um 12 Uhr.


Neue Formate

Das Presbyterium trifft sich am 08.09. um 16.30 Uhr. In der Sitzung wird auch über ein allgemeines Hygienekonzept für das Gemeindehaus beraten, um Veranstaltungen und Treffen zu ermöglichen, aber auch weitgehend Gefahren zu bannen. Sicherlich wird im Herbst nicht mehr alles wie früher sein können, manche Gruppen werden auch für sich ein neues Format entwickeln müssen, um Infektionen vorzubeugen.

Sobald ein Konzept vorliegt, werden die Gruppenleitungen informiert und gemeinsam wird nach gangbaren Lösungen gesucht.

 

Kreissynode

Die Kreissynode (das Parlament der Dortmunder und Lüner Gemeinden) tagt zweimal im Jahr, um über Belange im Kirchenkreis zu beraten und entscheiden. Dabei geht es um theologische und gesellschaftspolitische Fragen, um Perspektiven, Verwaltung und Finanzen. Jede Gemeinde entsendet „ihre(n)“ Pfarrer*in und eine(n) Presbyter*in in das Gremium, außerdem gehören noch einige berufene Mitglieder aus verschiedenen Arbeitsbereichen dazu, so versammeln sich jeweils über 200 Leute.

Am 12.09. tagt die Synode aus gegebenen Anlass digital. Wir sind gespannt, wie die Erfahrungen sein werden und wünschen den Mitgliedern gute Beratungen, hohe Konzentration und ein beständiges Netz.

Aktuelle Veranstaltungen